Treatment & Prevention

Neurodegenerative
Erkrankungen

Alzheimer ist nicht nur eine Krankheit des Gedächtnisses, sondern eine Krankheit der Kognition.

Über Jahrzehnte galten neurodegenerative Erkrankungen als unvermeidbar. Heute verändert sich die Wissenschaft.

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I, Die Angst

Viele Menschen fürchten den Verlust ihrer Kognition mehr als den Tod.

Alzheimer greift Gedächtnis, Entscheidungsfähigkeit, Problemlösung und Identität an.

Die Krankheit verändert nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das ihrer Angehörigen.

II, Kognitive Domänen

Alzheimer ist keine einheitliche Krankheit.

Bei manchen Menschen ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis betroffen, bei anderen eher Exekutivfunktionen, Problemlösung oder logisches Denken. Die individuelle Signatur einer Erkrankung kann sich deutlich unterscheiden.

01

Kurzzeitgedächtnis

Die Fähigkeit, Informationen über Sekunden bis Minuten zu halten, oft das früheste sichtbare Symptom.

02

Langzeitgedächtnis

Erinnerungen über Jahre und Jahrzehnte, biografische Verankerung, semantisches Wissen.

03

Exekutivfunktion

Planen, organisieren, priorisieren, flexibles Umschalten zwischen Aufgaben.

04

Problemlösung

Logisches Denken, Abstraktion, Umgang mit Unbekanntem und komplexen Zusammenhängen.

05

Entscheidungsfähigkeit

Risiken abwägen, Konsequenzen einschätzen, Identität im Alltag bewahren.

III, Der Wandel im Denken

Vor zehn Jahren und heute.

Vor 10 Jahren

Prävention galt als unrealistisch.

Alzheimer wurde primär als Genetik und Pech betrachtet.

Selbst das Wort „Prävention“ war kontrovers.

Heute

Bewegung gehört zu den stärksten Werkzeugen zur Risikoreduktion.

Lifestylefaktoren werden zunehmend ernst genommen.

Gehirngesundheit ist verbunden mit Schlaf, Bewegung, metabolischer und Gefässgesundheit.

IV, Bewegung & Gehirn

Bewegung könnte eines der stärksten Werkzeuge sein, die wir haben.

Die Forschung deutet zunehmend darauf hin, dass gezielte Bewegung die Gehirngesundheit verbessern und das Risiko reduzieren kann, ohne dass damit Garantien verbunden wären.

Durchblutung92
Sauerstoffversorgung86
Metabolische Gesundheit78
Gefässfunktion81
Resilienz des Gehirns74

V, Haltung

„Es geht nicht darum, Menschen für Krankheit verantwortlich zu machen, sondern darum zu verstehen, was Risiko reduzieren kann."

Fortschritt in der Prävention bedeutet, kritisch zu hinterfragen, welche Faktoren das Risiko beeinflussen und welche davon sich tatsächlich verändern lassen.

VI, Einflussfaktoren

Was beeinflusst das Risiko?

Gehirn

Diese Faktoren wirken nicht isoliert. Sie greifen ineinander und beeinflussen gemeinsam, wie resilient das Gehirn über die Lebensspanne hinweg bleibt.

Nichts davon ist schwarz oder weiss.

Es geht darum, Schritt für Schritt Risiko zu reduzieren, und nicht darum, eine einzige perfekte Antwort zu finden.

VII, Übergang

Das Gehirn existiert nicht isoliert.

Metabolische Gesundheit, Gefässgesundheit, chronische Entzündung, Schlaf und Bewegung sind eng mit neurodegenerativen Erkrankungen verbunden und greifen über die Lebensspanne ineinander.

Risiko zu verstehen ist der erste Schritt Richtung Prävention.

Es gibt keine Garantien, aber die Wissenschaft zeigt zunehmend Wege, die Chancen zu verbessern und das eigene Risiko über die Zeit zu senken.