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Ultherapy

Medizinisch geprüftStand Juni 2026Quellen: 10 peer-reviewed Studien

Auf einen Blick

Ultherapy ist die einzige FDA-zugelassene mikrofokussierte Ultraschall-Plattform mit Echtzeit-Bildgebung (MFU-V) und liefert in geeigneten Gesichtern den stärksten nicht-invasiven Lifting-Effekt am SMAS – dort, wo auch das chirurgische Facelift ansetzt.[1][3]

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Warnung: 4,5 mm Tiefe trifft auch subkutanes Fett. Bei schlanken Gesichtern kann Ultherapy Wangenfett schmelzen und das Gesicht älter wirken lassen.

Eine Sitzung, Schmerz 5–8/10, 0–2 Tage Downtime, voller Effekt 3–6 Monate, Kosten CHF 2'000–4'500.

Gut bei vollem Gesicht & mittlerer Erschlaffung. Nicht bei dünnen Gesichtern und Volumenverlust.

Wichtige Aufklärung

Ultherapy kann Gesichtsfett schmelzen – und Sie älter aussehen lassen

Bei der tiefen Einstellung (4,5 mm) liegt nicht nur das SMAS, sondern auch das subkutane Fettgewebe. Mikrofokussierter Ultraschall mit hoher Energie kann dort Fettzellen zerstören, dieselbe Wirkung, mit der andere Geräte gezielt Körperfett reduzieren.

Im Gesicht sind die Fettpolster kein Speicher, sondern Architektur: die Bichat-Fettpolster (Wangen), das temporale Fett (Schläfen) und die periorbitalen Polster geben dem Gesicht seine jugendliche Fülle. Sind sie weg, wirkt das Gesicht kantig, eingefallen und ausgehöhlt – also älter, nicht jünger.[2][7]

Hohes Risiko bei schlanken Gesichtern, sichtbaren Wangenknochen, eingefallenen Schläfen, BMI unter 22, und besonders wenn der Behandler mit zu vielen Linien und zu hoher Energie über das Wangenfett geht oder die Sitzung wiederholt.

Ultherapy ist kein Treatment, das man «mal ausprobiert». Es gehört in die Hände eines erfahrenen Behandlers, der bei schlanken Gesichtern bewusst Energien reduziert oder eine sicherere Methode (Sofwave, Radiofrequenz, Filler) empfiehlt.

Kategorie
MFU-V mit Bildgebung (SMAS)
Invasivität
Nicht invasiv
Evidenz
Hoch (Goldstandard MFU)
Schmerzlevel
5–8 / 10 (deutlich)
Ausfallzeit
0–2 Tage
Kosten Schweiz
CHF 2'000 – 4'500 / Sitzung
Sitzungen
1, ggf. nach 12–24 Monaten erneut
Wirkungseintritt
Sofort 10 %, voll nach 3–6 Monaten

Hilft Ultherapy bei meinem Anliegen?

Gut geeignet

  • Mittlere Erschlaffung Wangen & Kieferlinie
  • Hängendes Doppelkinn, Submentalbereich
  • Hals, Truthahnhals, Dekolleté
  • Augenbrauenheben (Brow Lift)
  • Eher volles Gesicht, gute Knochenstruktur
  • Alter 40–65, gute Hautqualität

Eingeschränkt geeignet

  • Dünne Haut, schlanke Gesichter (besser: Sofwave)
  • Tiefe statische Falten (besser: Filler / Laser)
  • Hauttextur, Poren (besser: Fraxel / Microneedling)
  • Wunsch nach mehr Volumen (Filler statt MFU)

Nicht geeignet

  • Bereits sichtbarer Volumenverlust (Schläfen, Tränenrinne)
  • Sehr schlankes / kantiges Gesicht, BMI < 22
  • Ausgeprägte Hauterschlaffung (Facelift nötig)
  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Metallimplantate, aktive Hautinfektion

Die Indikation ist bei Ultherapy entscheidender als bei den meisten anderen Verfahren. Ein erfahrener Behandler wird Sie bei dünnen Gesichtern aktiv von Ultherapy abraten – das ist ein gutes Zeichen.

Wie wirkt Ultherapy in der Haut?

Ultherapy bündelt mikrofokussierten Ultraschall in präzisen Tiefen und erzeugt dort thermische Koagulationspunkte bei 60–70 °C:

  • 1,5 mm – obere Dermis: Hauttextur, feine Falten
  • 3,0 mm – tiefe Dermis: Kollagen-Remodeling
  • 4,5 mm – SMAS-Ebene: echtes Lifting (und hier liegt auch das Fett)

Die Echtzeit-Ultraschall-Bildgebung zeigt dem Behandler während der Sitzung die Hautschichten, sodass er die Linien gezielt setzen kann. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber blindem HIFU.

Über 3 bis 6 Monate entsteht neues Kollagen Typ I und III sowie Elastin. Eine integrierte Kühlung schützt die Hautoberfläche, die Epidermis bleibt intakt.

Ultherapy vs. Sofwave vs. HIFU

Ultherapy

MFU-V mit Echtzeit-Bildgebung, 1,5 / 3,0 / 4,5 mm. Stärkster Lifting-Effekt, höchste Evidenz, aber höchster Schmerz und Atrophie-Risiko.

Achtung

  • Kann Wangen- und Schläfenfett schmelzen
  • Bei schlanken Gesichtern Risiko «älter» zu wirken
  • Schmerz 5–8/10

Sofwave

SUPERB-Ultraschall nur in 1,5 mm Dermis-Tiefe. Schont Fett und Nerven, sicherer für dünne Gesichter, aber schwächerer Lift.

Stärken

  • Kein Atrophie-Risiko
  • Schmerz 2–4/10, 0 Downtime
  • Alle Hauttypen I–VI

HIFU generisch

Ultraformer III, Doublo, etc. Gleiche Tiefen wie Ultherapy, aber ohne Bildgebung. Günstiger, weniger präzise, gleiches Atrophie-Risiko.

Schwächen

  • Blinde Energieabgabe
  • Stark behandler-abhängig
  • Qualitätsunterschiede gross

Vorher / Nachher

Reale, dokumentierte Verläufe von Patient:innen aus Praxen weltweit. Bei geeigneter Indikation (volleres Gesicht, mittlere Erschlaffung) sind die Resultate positiv. Bei falscher Indikation kann das Ergebnis deutlich anders aussehen, inklusive Volumenverlust. Bildrechte liegen bei den jeweiligen Praxen.

Kinn & Hals, Profilansicht — 120 Tage nach BehandlungBella Sante / Ultherapy
Gesicht & Hals, FrontalansichtPrimera Plastic Surgery
Jawline & unteres Gesicht, Profil — 180 TageWoodlands Medical Aesthetics Institute
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Reale Behandlungsergebnisse aus DACH-Praxen. Diese Galerie zeigt gezielt positive Verläufe bei geeigneter Indikation (volleres Gesicht, mittlere Erschlaffung). Ergebnisse sind individuell und nicht garantiert. Bei falscher Indikation kann das Resultat deutlich anders aussehen, inklusive Volumenverlust.

Nebenwirkungen mit Häufigkeiten
NebenwirkungHäufigkeitDauerSchwere
Rötung im Behandlungsareal70–95 von 100Stunden bis 1 TagMild
Schwellung, Druckempfindlichkeit30–60 von 1001–5 TageMild
Quaddeln entlang der Behandlungslinien10–25 von 100Stunden bis 2 TageMild
Schmerz während der Behandlung60–90 von 100Während SitzungMittel
Hämatome (Blutergüsse)5–15 von 1001–2 WochenMild
Taubheitsgefühl, Nervenirritation1–5 von 100Tage bis Wochen, selten MonateMittel
Vorübergehende Asymmetrie (z.B. Lippe, Augenbraue)weniger als 1 von 100Wochen bis MonateMittel
Fettatrophie (Volumenverlust Wangen, Schläfen)Einzelfälle, Risiko ↑ bei aggressiver Energie & schlanken GesichternMonate, teils permanentHoch
Sichtbare Eindellungen im GewebeEinzelfälleMonate bis permanentHoch
Oberflächliche Verbrennung, Krustenweniger als 1 von 100WochenMittel

Die schweren Nebenwirkungen (Fettatrophie, sichtbare Eindellungen, Nervenirritation) sind selten, aber bei aggressiver Anwendung deutlich häufiger. Wählen Sie einen Behandler, der konservative Energie-Einstellungen kommuniziert.

Vorsorge & Nachsorge
  1. Vorsorge
    2 Wochen vorher
    Keine Sonnenbäder, kein Solarium, kein Selbstbräuner. Keine Filler oder Botox im Behandlungsareal.
  2. 5 Tage vorher
    Blutverdünner (Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac) pausieren, sofern medizinisch vertretbar. Bei Herpes-Anamnese Valaciclovir-Rezept einholen.
  3. Beratung
    Volumen-Status & Energie-Setting offen besprechen. Bei schlanken Gesichtern aktiv nach Alternativen (Sofwave, RF, Filler) fragen.
  4. Behandlungstag
    Ungeschminkt erscheinen. EMLA-Creme 30–60 Min vor der Sitzung. 1 h vorher Paracetamol oder Ibuprofen (falls vom Behandler erlaubt). 60–90 Minuten Sitzungsdauer.
  5. Nachsorge
    Erste 24 h
    Kein intensiver Sport, keine Sauna, keine Vollbäder, kein Alkohol. Make-up am gleichen Tag möglich.
  6. Erste Woche
    SPF 50+, milde Reinigung. Leichte Druckempfindlichkeit ist normal, vor allem an Jawline und Schläfen.
  7. Ab Tag 14
    Filler oder Botox dürfen wieder gesetzt werden.
  8. Monat 3–6
    Endergebnis sichtbar. Bei sichtbarem Volumenverlust oder Eindellungen ärztlich abklären (ggf. Filler zur Korrektur).
Heilungsverlauf, Stunde 1 bis Monat 6
  • Stunde 1
    Deutliche Rötung, manchmal kleine Quaddeln entlang der Linien, leichte Schwellung.
  • Tag 1
    Rötung verblasst, leichte bis mittlere Druckempfindlichkeit, besonders an Jawline und Schläfen.
  • Tag 2–5
    10 % Sofortstraffung sichtbar, gelegentlich Schwellung an den Wangen, vollständige soziale Aktivität meist ab Tag 3.
  • Woche 2–4
    Erste Konturverbesserung an Jawline und Hals.
  • Monat 2–3
    Kollagenneubildung sichtbar, deutlichere Hautstraffung am SMAS.
  • Monat 3–6
    Voller Lifting-Effekt, Endergebnis stabil. Wirkungsdauer 12–24 Monate.
Anbieter

Wo gibt es echtes Ultherapy in der DACH-Region?

Echtes Ultherapy ist ein markenrechtlich geschütztes Gerät von Merz Aesthetics. Vorsicht bei Praxen, die «Ultherapy» bewerben, aber nur ein generisches HIFU-Gerät verwenden. Im Beratungsgespräch konkret nach Ultherapy PRIME fragen und das Gerät zeigen lassen.

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Auswahl etablierter Anbieter, keine medizinische Empfehlung. Verfügbarkeit, Geräte und Preise vorab telefonisch verifizieren. Standortdaten via OpenStreetMap.

Impressionen aus Social Media

Hinweis zu den Social-Media-Videos

Die Videos zeigen Ablauf, Schmerzempfinden und unmittelbare Reaktion nach Ultherapy-Sitzungen. Sie sind keine Empfehlung für bestimmte Anbieter, Creator oder Energie-Einstellungen.

Langfristige Risiken wie Fettatrophie zeigen sich erst nach Monaten und sind in Kurzvideos systematisch unterrepräsentiert. Drittanbieter-Inhalte, beim Abspielen werden Cookies dieser Plattformen gesetzt.

FAQ

Häufige Fragen zu Ultherapy

Die wichtigsten Patient:innen-Fragen, inklusive der ehrlichen Risiko-Aufklärung zu Fettverlust, danach Kosten, Vergleich und Quellen.

Patient:innen-Fragen

Was ist Ultherapy und warum gilt es als Goldstandard?

Ultherapy ist die Markenbezeichnung für MFU-V (*Microfocused Ultrasound with Visualization*) der Firma Merz Aesthetics. Es ist das erste und einzige nicht-invasive Verfahren mit FDA-Zulassung für ein echtes Lifting der Brauen, des Submentalbereichs, des Halses und der Dekolleté-Falten.

Der entscheidende Unterschied zu klassischem HIFU: Ultherapy hat eine integrierte Echtzeit-Ultraschall-Bildgebung. Der Behandler sieht während der Sitzung die einzelnen Hautschichten und das SMAS (das muskuläre Bindegewebssystem, das auch beim chirurgischen Facelift gerafft wird) und setzt die Energie gezielt in die richtige Tiefe – nicht blind wie bei vielen HIFU-Geräten.

Die Wirkung erfolgt in drei Tiefen (1,5 / 3,0 / 4,5 mm) und reicht damit als einziges Ultraschall-Verfahren zuverlässig bis ans SMAS. Deshalb ist der Lifting-Effekt stärker als bei Sofwave (nur 1,5 mm) und meist auch stärker als bei generischem HIFU.

Warum kann Ultherapy mein Gesicht ÄLTER aussehen lassen?

Das ist die wichtigste Frage zu Ultherapy – und sie wird viel zu selten ehrlich beantwortet.

Das Problem: Bei 4,5 mm Tiefe liegt nicht nur das SMAS, dort liegt auch subkutanes Fett. Mikrofokussierter Ultraschall mit hoher Energie kann Fettzellen (Adipozyten) zerstören – exakt derselbe Mechanismus, mit dem Geräte wie Liposonix gezielt Bauchfett schmelzen.

Im Gesicht ist dieses Fett aber keine Reserve, sondern Architektur: die Bichat-Fettpolster (Wangenfett), das temporale Fettkompartiment (Schläfen) und die periorbitalen Fettpolster geben dem Gesicht seine jugendliche Form. Sind sie weg, wirkt das Gesicht eingefallen, kantig, ausgehöhlt – und damit älter.

Wann ist das Risiko hoch?

- Bei schlanken Gesichtern mit wenig Wangenfett (BMI < 22, ausgeprägte Wangenknochen) - Bei bereits sichtbarem Volumenverlust (Schläfen eingefallen, Tränenrinne tief) - Wenn der Behandler mit zu hoher Energie und zu vielen Linien über das Wangenfett geht - Bei wiederholten aggressiven Sitzungen im selben Areal

Kasuistiken und Reviews haben Fälle von Wangen- und Schläfenatrophie, sichtbaren Eindellungen und ausgehöhlten Gesichtern nach MFU-V dokumentiert.<sup>[2][7]</sup> Die Schäden können Monate bis permanent anhalten und sind oft nur mit Filler oder Eigenfett wieder auszugleichen.

Konsequenz: Ultherapy ist kein Treatment, das man «einfach mal probiert». Es gehört in die Hände eines Behandlers, der bewusst Energien und Linien reduziert bei schlanken Gesichtern – oder eine andere Methode (z.B. Sofwave, Radiofrequenz, Filler) empfiehlt.

Für wen ist Ultherapy WIRKLICH geeignet – und für wen nicht?

Ideal geeignet:

- 40–65 Jahre mit beginnender bis mittlerer Erschlaffung - Eher volles Gesicht, gute Knochenstruktur, ausreichend Wangenfett - Wunsch nach echtem Lifting an Brauen, Kieferlinie, Hals – ohne OP - Bereitschaft, Schmerz und 1–2 Tage Schwellung zu tolerieren - Realistische Erwartung: kein Facelift-Ersatz, sondern Verschiebung um ein paar Jahre

Nicht oder nur sehr vorsichtig geeignet:

- Schlanke, kantige Gesichter mit wenig Wangenfett ➜ Sofwave oder Radiofrequenz sind sicherer - Bereits sichtbarer Volumenverlust (Tränenrinne, eingefallene Schläfen) ➜ erst Filler / Biostimulatoren, kein MFU am Wangenfett - Sehr starke Hauterschlaffung mit hängender Haut ➜ chirurgisches Facelift bringt mehr - Junge Haut ohne echte Erschlaffung ➜ überbehandelt, Risiko > Nutzen - Wunsch nach «mehr ist mehr» ➜ jede zusätzliche Linie erhöht das Atrophie-Risiko

Worin unterscheidet sich Ultherapy von Sofwave und klassischem HIFU?

Alle drei nutzen fokussierten Ultraschall, sie unterscheiden sich in Tiefe, Bildgebung und Risikoprofil.

Ultherapy (MFU-V) - Tiefe: 1,5 + 3,0 + 4,5 mm, also bis ans SMAS - Echtzeit-Ultraschall-Bildgebung – der Behandler sieht, wohin er schiesst - Stärkster Lifting-Effekt der drei - Höchste Schmerzbelastung (5–8/10) - Höchstes Risiko für Fettatrophie, weil die Energie tief ins subkutane Fett geht

Klassisches HIFU (Ultraformer III, Doublo, etc.) - Tiefe: 1,5 / 3,0 / 4,5 mm, ohne Bildgebung - Energie wird blind gesetzt – Position des SMAS wird geschätzt - Schwächerer und uneinheitlicher Effekt als Ultherapy - Günstiger (CHF 600–1'500) - Vergleichbares Atrophie-Risiko bei aggressiver Anwendung, schlechter steuerbar

Sofwave (SUPERB) - Tiefe: nur 1,5 mm (mittlere Dermis), keine Tiefenwirkung am SMAS - Schont subkutanes Fett komplettkein nennenswertes Atrophie-Risiko - Schmerz 2–4/10, 0 Tage Downtime - Schwächerer Lifting-Effekt als Ultherapy, aber sicherer für dünne Gesichter

Faustregel: - Volles Gesicht, deutliche Erschlaffung, Goldstandard gewünscht ➜ Ultherapy (mit erfahrenem Behandler) - Schlankes Gesicht, dünne Haut, wenig Downtime ➜ Sofwave - Budget begrenzt ➜ HIFU, nur bei sehr erfahrenem Anwender

Wie viele Sitzungen brauche ich und wie lange hält der Effekt?

In der Regel reicht eine einzige Sitzung. Eine zweite Sitzung kann nach 12 bis 24 Monaten erwogen werden, wenn der natürliche Alterungsprozess die Resultate wieder einholt.

Wichtig: Mehr Sitzungen im selben Areal erhöhen das Atrophie-Risiko überproportional. Es gibt keinen Vorteil, Ultherapy halbjährlich zu wiederholen – im Gegenteil.

Die Wirkung entwickelt sich schrittweise: - Sofort: 10 % Straffung durch initialen Kollagen-Kontraktur-Effekt - Wochen 4–8: sichtbare Konturverbesserung an Jawline und Hals - Monate 3–6: voller Lifting-Effekt durch Kollagenneubildung - Wirkungsdauer: typisch 12–24 Monate, danach verschiebt die normale Alterung das Ergebnis

Wie schmerzhaft ist Ultherapy wirklich?

Ultherapy ist deutlich schmerzhafter als Sofwave oder Radiofrequenz. Patient:innen berichten typisch 5 bis 8 auf einer Skala von 10, besonders an knochennahen Stellen wie Kieferlinie, Schläfen und Brauen.

Der Schmerz entsteht, weil die Hitze (60–70 °C) tief im Gewebe direkt am SMAS und an Knochenstrukturen wirkt. Die meisten Kliniken bieten:

- Betäubungscreme (Lidocain-Prilocain, EMLA) 30–60 Min vorher - Schmerzmittel (Ibuprofen, Paracetamol) eine Stunde vorher - Bei der neueren Ultherapy PRIME Plattform ist die Behandlung etwas angenehmer als beim Vorgängergerät, dank optimierter Pulsfrequenz - Bei sehr empfindlichen Patient:innen: leichte Sedierung möglich (selten nötig)

Die Sitzung dauert 60 bis 90 Minuten. Nach der Behandlung lässt der Schmerz schnell nach, eine leichte Druckempfindlichkeit kann 2 bis 5 Tage anhalten.

Wie viel Ausfallzeit muss ich einplanen?

Ultherapy gilt als sozial verträglich, aber nicht ganz so spurlos wie Sofwave.

- Tag 0–1: Rötung im Behandlungsareal, gelegentlich kleine Quaddeln entlang der Linien. Make-up am gleichen Tag möglich. - Tag 1–3: Schwellung und Druckempfindlichkeit an Jawline, Hals und Brauen. Bei manchen sichtbare Schwellung an den Wangen. - Tag 3–7: Leichte Druckempfindlichkeit, vor allem an Kieferknochen und Schläfen. Sport mit Vorsicht. - Ab Tag 7: Vollständig gesellschaftsfähig.

Für 24 Stunden auf intensiven Sport, Sauna, Vollbäder und Alkohol verzichten. Eine Woche auf aggressive Wirkstoffe (Retinol, Säuren) im Gesicht verzichten.

Was muss ich vor der Behandlung beachten?

- 5 Tage vorher keine blutverdünnenden Medikamente (Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac, Fischöl) – senkt das Risiko für Hämatome. - 2 Wochen vorher keine Sonnenbäder, kein Solarium, kein Selbstbräuner. Frische Bräune erhöht das Risiko für Pigmentveränderungen. - 2 Wochen vorher und nachher keine Filler oder Botox im Behandlungsareal. - Bei Lippenherpes-Anamnese vorbeugend Valaciclovir (Rezept vom Behandler). - Volumen-Status besprechen: Bei schlanken Gesichtern, eingefallenen Schläfen oder Tränenrinne unbedingt Filler vor MFU diskutieren – nicht andersherum. - Am Behandlungstag ungeschminkt erscheinen. - Realistische Erwartung: Ultherapy ist ein Lifting, kein Volumen-Treatment. Wer mehr «pralle Wangen» will, braucht Filler oder Biostimulatoren – nicht mehr Energie.

Welche Nebenwirkungen sind normal, wann sollte ich sofort zum Arzt?

Normal sind leichte Rötung, Schwellung und Druckempfindlichkeit für 1–5 Tage, manchmal kleine Quaddeln entlang der Behandlungslinien, gelegentlich kleine Hämatome.

Sofort ärztlich abklären lassen sollte man:

- Asymmetrisches Lächeln, hängender Mundwinkel, Augenbraue (Verdacht auf Nervenirritation) - Taubheitsgefühl im Mund-, Stirn- oder Wangenbereich, das über 2 Wochen anhält - Sichtbare Eindellungen oder «Hohlräume» in Wangen oder Schläfen (Verdacht auf Fettatrophie) - Anhaltende Schmerzen über mehr als 2 Wochen - Brandblasen, Krusten, sich verfärbende Haut

Die schweren Nebenwirkungen sind selten, aber nicht zu unterschätzen. Ultherapy gehört in die Hände eines erfahrenen Dermatologen oder Ästhetik-Arztes, idealerweise mit dokumentierter Ultherapy-PRIME-Zertifizierung und ausreichend Fallzahlen.

Was kostet Ultherapy in der Schweiz?

Ultherapy gehört zu den teuersten nicht-invasiven Liftings in der Schweiz. Orientierungswerte pro Sitzung:

- Einzelareal (Brauen, Submentalbereich, Hals): CHF 2'000 – 2'800 - Unteres Drittel (Wangen, Jawline, Submental): CHF 2'800 – 3'500 - Full Face (Gesicht): CHF 3'500 – 4'500 - Full Face & Hals: CHF 4'000 – 4'500+ - Dekolleté: CHF 1'500 – 2'500

Nicht von der Grundversicherung übernommen, da ästhetische Indikation. Vorsicht bei sehr tiefen Preisen: oft werden deutlich weniger Linien gesetzt als klinisch sinnvoll – oder es handelt sich um klassisches HIFU, das als «Ultherapy» beworben wird. Echtes Ultherapy ist ein markenrechtlich geschütztes Gerät von Merz Aesthetics.

Kosten & Vergleich

Was kostet Ultherapy in der Schweiz?

Einzelareal (Brauen, Submental, Hals)

Pro Sitzung
CHF 2'000 – 2'800
Eine Zone separat

Unteres Drittel (Wangen, Jawline, Submental)

Pro Sitzung
CHF 2'800 – 3'500
Lower face

Full Face (Gesicht)

Pro Sitzung
CHF 3'500 – 4'500
Komplettes Gesicht

Full Face & Hals

Pro Sitzung
CHF 4'000 – 4'500+
Maximales Paket

Dekolleté

Pro Sitzung
CHF 1'500 – 2'500
Separates Areal

Nicht von der Grundversicherung übernommen. Vorsicht bei sehr günstigen Angeboten, oft handelt es sich um generisches HIFU, das als «Ultherapy» beworben wird.

Wie schneidet Ultherapy im Vergleich zu Alternativen ab?
VerfahrenKostenDowntimeEvidenzSMASJawlineFettverlust-RisikoSchmerz
Ultherapy (MFU-V)CHF 2'000–4'5000–2 THoch++++++Hoch5–8/10
HIFU generischCHF 600–1'5000–1 TModerat++++Mittel-Hoch4–7/10
Sofwave (SUPERB)CHF 1'200–3'5000 TModerat-Hoch+++Sehr niedrig2–4/10
Radiofrequenz (Thermage)CHF 1'500–3'5000 TModerat++Niedrig3–5/10
Morpheus8 (RF-Microneedling)CHF 800–1'8003–5 TModerat+++Niedrig3–5/10
Chirurgisches FaceliftCHF 15'000–40'00014–28 THoch++++++OP